Österreich gehört nicht nur zum kulturellen Kern Europas – es hat als eines der waldreichsten Länder eine besonders lange Tradition nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Dieser Jahrtausende währende Einfluss des Menschen auf die heutigen Wälder und Kulturlandschaften hat beeindruckende, oft wenig beachtete Spuren hinterlassen.
Bei „Kulturerbe Wald Österreich“ erhalten sie fachliche Infos von „Archäologie + Wald“ bis „Zusammenarbeit in Projekten und Netzwerken“ und vor allem auch einfachen Zugang zu ausgewählten Orten, Themen, Personen und buchbaren Angeboten per digitaler Landkarte.
Wir laden sie herzlich ein, die hier vorgestellten Kulturaktivitäten um die österreichischen Wälder zu erkunden, ihr Wissen zu bereichern oder zur Weiterentwicklung im Rahmen der hier vorgestellten Angebote persönlich beizutragen.
Gleichzeitig dient die website als Plattform, neue Projekte zu entwickeln, einzubinden und hier einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen – siehe Button: „Projekt eintragen“
In den Kursangeboten lernen sie auf vielfältige Weise Zusammenhänge zwischen „Wald“+„Kultur“ erkennen und verstehen, entwickeln unter Anleitung von erfahrenen Fachleuten eigene Fähigkeiten und Kenntnisse oder ein umsetzbares Projekt und vernetzen sich mit Gleichgesinnten.
Besonders praxisnah und spannend gestalten sich die oft für Kleingruppen angebotenen Kursangebote direkt in Land- und Forstwirtschaftlichen Betriebsorten (Schindl- oder Zaunmachen, Pecherkurse, Bottichbinden, Flechten, etc).
Sie können hier über Jahrhunderte bewährte Arbeitstechniken, teils auch sehr seltene Praktiken „live“ miterleben, erfahren eine praxisnahe Anleitung zur eigenen Anwendung des Gelernten oder auch spannende Hintergründe zur historischen und aktuellen Entwicklung in der Region oder im Vergleich mit anderen Gebieten. Diese Kurse sind ein wichtiger Beitrag für den lebendigen Erhalt und die Weitergabe wertvoller Kenntnisse und Techniken um „Wald und Holz“ und nicht zuletzt ihre frühere, heutige oder auch künftige Rolle in der betrieblichen Praxis und Regionalentwicklung.
In einigen Regionen Österreichs finden sich besonders viele, fachlich wertvolle forstkulturellen Inhalte, Objekte und Entwicklungspotentiale. Engagierte Personen – meist engagierte AbsolventInnen des Zertifikatslehrganges Forst + Kultur – bemühen sich, das Bewusstsein für die Zusammenhänge von Kultur und Wald in der Region und abgestimmt auf die Entwicklungsziele oder Besonderheiten ganz gezielt zu stärken.
Sie finden im Folgenden nähere Informationen zur jeweiligen Region, den Ansprechpartnern, Infos zu aktuellen Projekten die im Rahmen von Veranstaltungen, Workshops, vorgestellt werden, sowie Einladungen zu Arbeitstreffen die dem fachlichen Austausch, dem Netzwerken und der Wissensvermittlung dienen.
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Zertifikatslehrgang
Angebote zur Wissensvermittlung
Museen und Ausstellungen
Netzwerke
Reichen Sie hier Ihre forstukulturelle Aktivität für diese Website ein. Haben Sie einen Ort oder eine Ausstellung mit kulturellen und forstlichen Hintergrund? Dann einfach hier das Formular ausfüllen und erhalten Sie Zugang zur Karte auf dieser Website. Nach einem erfolgreichen Freigabeprozess wird Ihr Projekt veröffentlicht. Wir freuen uns auf Ihre Einreichungen!
Vom 19. bis 21. Juni 2026 findet im Hotel Vršatec (Slowakei) die 2. Internationale Speierlingstagung statt. Internationale Expertinnen und Experten aus Österreich und der Slowakei widmen sich dem Thema „Speierling – über den Wert seltener Holzgewächse in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“. Neben einer Pressekonferenz und Fachbeiträgen erwartet die Teilnehmenden ein vielfältiges Programm mit Exkursionen zu […]
Der Verein ist Initiator und Betreiber dieser Homepage.
Vereinsziele sind unter anderem: die Förderung der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Forst+Kultur, die Erhaltung eines hohen diesbezüglichen Ausbildungs- und Umsetzungsstandards in Österreich, die Förderung von inter- und intrasektoralen Netzwerken von Wissenschaft und Praxis in allen Berufsfeldern und anderes.
Halten Sie Ausschau nach Orten mit dem TOP-Siegel. Mit dem TOP-Siegel versehen wir ganz besondere Projekte und Orte auf dieser Website. Die Veranstalter haben den Forst- und Kultur Zertifikats-Lehrgang besucht.
Fuchsjagd © Karen Arnold
Jagd in Österreich ist gelebte Nachhaltigkeit und hat eine lange Geschichte, Tradition und ist Teil unserer Kultur. Das Handwerk der Nutzung unserer Wildtiere in der Natur hat eine lange Vergangenheit und wurde im Laufe der Geschichte mit verschiedenen Jagdmethoden ausgeübt und ist natürlich Veränderungen unterworfen. Von der Jagd mit Feuer, Speeren und Fallgruben in der Steinzeit, über das Verfolgen des Wildes mit Pfeil und Bogen, Hunden und Pferden, bis zu den höfischen Treibjagden des Adels mit der Falknerei reicht der weite Bogen der Thematik. Die Bewirtschaftung der jagdbaren Tiere in Wald und Feld machte auch eine große Zahl an Bauwerken, wie Jagdhöfe, Schlösser, Jagdhütten, jagdliche Tiergärten und Reviereinrichtungen notwendig. Besondere Ereignisse und Persönlichkeiten wurden mit Denkmalen festgehalten und viele Jagdmuseen zeigen heute die Geschichte der Jagd in beeindruckender Dokumentation.
Steinpilz im Moos © cocoparisienne
Der Wald steht uns in mannigfacher Weise als wertvolle Speisekammer zur Verfügung. Sei es das Vorkommen von Kräutern und Würzpflanzen, der reiche Schatz an Wildgemüsearten, Pilzen und Beeren oder der Segen von Heilkräutern – das alles war historisch vielfach Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung. Auch Produkte von im Wald lebenden Tieren, wie beispielsweise der Honig wilder oder halbwilder Bienenvölker oder das Wildbret der Wildtiere stellten und stellen noch heute qualitätsvolle Nahrungs- und Genussmittel dar. Teilweise muss historisches Wissen neu interpretiert werden.
Bergfried Pflindsberg © Elisabeth Johann
Zahlreiche waldbewirtschaftende Betriebe waren und sind bedeutende historische Zentren einer Region. Die jeweiligen Bauwerke bilden dabei markante „Landmarks“ aus längst vergangener Zeit (Ruinen) oder sie sind bis heute das lebendige Zentrum eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes (Schloss, Kloster, Gutshof, ehemalige Hammerwerke, etc.) Als aufwendig gebaute Highlights der örtlichen Kulturlandschaft sind diese Bauten auch eng mit der Bewirtschaftung der dazugehörigen Kulturflächen, Wälder, Wiesen, Äcker, Almen, Historischen Gärten, etc. verbunden. Ihr sachgerechter Erhalt und die nachhaltige Nutzung sind eine ständige Herausforderung, mit laufenden Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen aber auch mit bedeutenden Entwicklungs-potentialen auf regionaler und lokaler Ebene verbunden.Sie finden hier Detailinfos zu Bauten oder Anlagen – vor allem auch zu solchen, an denen derartige Zusammenhänge in spannender Weise zugänglich gemacht oder aktiv vermittelt werden.
Lernen sie die vielfältigen Zusammenhänge von „Wald + Kultur“ direkt an diesen bedeutenden historischen Bauwerken und Örtlichkeiten kennen und verstehen!
Niederwald Grafenweiden © Elisabeth Johann
Lange Zeit waren die Grenzen zwischen Acker, Weide und Wald fließend. Insbesondere in Siedlungsnähe diente der Wald Rindern, Ziegen und Schafen als Weidefläche, Laub war willkommenes Viehfutter und aus den Zweigen der Nadelbäume oder der Humusschicht erzeugte man Einstreu für die Ställe um damit wertvollen Dünger zu gewinnen. Diese Art der Bewirtschaftung erfolgte sowohl in den bäuerlichen Eigentumswäldern, im dörflichen Gemeinschaftswald als auch im landesherrlichen oder herrschaftlichen Wald in Form des sogenannten Einforstungsrechts.
Der Limes – das grüne Band als Erinnerung an den Eisernen Vorhang © Midjourney, Julia Brandstetter
Der Zerfall kollektiver Erinnerungen geht seit dem 18. Jahrhundert mit Initiativen einher, sie für die Gesellschaft wachzuhalten. Dies geschieht einerseits durch die Errichtung von manifesten Erinnerungsorten wie Denkmälern und Gedenktafeln. Nicht-manifeste Erinnerungsorte haben andererseits kein sichtbares Erinnerungszeichen, weisen jedoch auf einen historischen Bezug zu bestimmten Ereignissen hin. Es ist die Landschaft, die einmahnt. Es sind die Erinnerungen an kriegerische Auseinandersetzungen wie der römische Limes oder das Grüne Band. Hier findet durch die Natur ein unsichtbarer Prozess der Versöhnung statt.
Ein Köhler zur Herstellung von Holzkohle © Elisabeth Johann
Heißes Eisen schmieden, Besen binden, Holzkohle erzeugen oder Harz gewinnen und verarbeiten, die Liste von seltenen Handwerkstechniken ist lang. Durch industriell hergestellte Güter wurde ab dem 18. Jh. den Handwerkern ihre wirtschaftliche Grundlage entzogen und traditionelle Handwerkstechniken gingen verloren. Mit der Unterzeichnung des Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes der UNESCO sind diese jedoch in den letzten Jahren verstärkt in das Bewusstsein der Menschen gerückt. Indem man sie weiter ausübt kann das überlieferte Kulturerbe bewahrt und an jüngere Generationen weitergegeben werden.
Ruine ehemalige Glashütte auf der Soboth Industrieanlage © Elisabeth Johann
Bergbau hat in Österreich eine sehr lange Tradition. Das Land ist reich an Bodenschätzen, die teilweise schon in prähistorischer Zeit, spätestens aber ab der Zeit der Kelten und Römer genutzt wurden. Neben Metallen wie Gold, Silber, Kupfer und Eisen wurden zahlreiche andere Rohstoffe wie z. B. Salz oder Quarz bergmännisch gewonnen und weiter verarbeitet. Vertiefungen im Waldboden, die durch den Einsturz von Schächten und Stollen entstanden sind, Abraumhalden sowie die Überreste von Gebäude geben heute noch Zeugnis dieser ehemaligen Bergbautätigkeit.
Chorinsky-Klause, © Martin Steyrer
Historische Forsttechnik bezieht sich auf die Methoden und Werkzeuge, die im Laufe der Jahrhunderte zur Bewirtschaftung von Wäldern und zur Holzernte verwendet wurden. In früheren Zeiten war der Wald eine wichtige Ressource für Brennholz, Baumaterial und andere Güter, sodass eine effiziente Nutzung erforderlich war. Zu den wichtigsten Techniken gehörte das manuelle Fällen von Bäumen mit Äxten und Sägen und das Anlegen von Transportwegen, um das Holz aus den Wäldern zu bringen.
Votivtafel aus der Umgebung von Mariazell © Haring
Religion prägt die Landschaft durch Kultur und Lebensstil. Religiöse Strukturen – wie Gotteshäuser, Pilgerwege und andere heilige Stätten – dominieren viele Landschaften. Doch daneben kann auch ein Garten als spezifisch gestaltete «Landschaft» ein religiöser Raum sein. Er macht Weltbilder spür- und erlebbar und ist meist multisensorisch angelegt. Einerseits können entsprechend angelegte Gärten die meditative Kontemplation fördern oder durch harmonische Gestaltung eine Transzendenzerfahrung zu ermöglichen. Andererseits vermitteln Gärten im religiösen Kontext häufig auch ein bestimmtes Weltbild, das seinerseits mit entsprechenden Normen und Werten verbunden wird.
Kunstobjekt im Wald © Franz Seilern – Aspang
Wald und Holz sind seit Jahrtausenden – und bis heute – Inspirationsquelle, Material und Aufgabe in allen Kunstzweigen und Ausdrucksformen: Von der bildenden und darstellenden Kunst, Avantgarde, Literatur, Musik, Photo, Film und digitalen Medien, bis hin zu traditioneller und moderner Architektur und LandART bzw. Naturkunst.
Sie können hier anhand von Fachinfos, Projektbeispielen und konkreten Orten einen beeindruckenden und kreativen oder auch überraschenden Zugang zu Kunst und Wald in Österreich gewinnen.
Zeichen im Fels © Hans
Wälder haben eine hohe Bedeutung für den sachgerechten Erhalt archäologischer Denkmale. Rund 80 % (!) aller ober Tage sichtbaren archäologischen Denkmale (v.a. Grabhügelfelder, Befestigungs-anlagen, Felsbilder, Reste von Feldfluren, Altwege und –strassen, Bergbau, etc.) liegen im Wald. Sie sind ein wesentlicher Teil unseres Kulturerbes und bedeutende Quellen zur Entstehung und Entwicklung unserer heutigen Gesellschaft und der umgebenden Kulturlandschaft.
Waldlandschaft © marcinjozwiak
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Klettersteig im Wald © ?
Besonders praxisnah und spannend gestalten sich die oft für Kleingruppen angebotenen Kursangebote direkt in Land- und Forstwirtschaftlichen Betriebsorten (Schindl- oder Zaunmachen, Pecherkurse, Bottichbinden, Flechten, etc). Sie können hier über Jahrhunderte bewährte Arbeitstechniken, teils auch sehr seltene Praktiken „live“ miterleben, erfahren eine praxisnahe Anleitung zur eigenen Anwendung des Gelernten oder auch spannende Hintergründe zur historischen und aktuellen Entwicklung in der Region oder im Vergleich mit anderen Gebieten. Diese Kurse sind ein wichtiger Beitrag für den lebendigen Erhalt und die Weitergabe wertvoller Kenntnisse und Techniken um „Wald und Holz“ und nicht zuletzt ihre frühere, heutige oder auch künftige Rolle in der betrieblichen Praxis und Regionalentwicklung.
Waldbauernmuseum Gutenstein © Archiv des Waldbauernmuseum Gutenstein
Österreich ist reich an Wäldern, die nicht nur eine bedeutende ökologische Rolle spielen, sondern auch einen tiefen kulturellen Bezug haben. Einige Museen in Österreich widmen sich dieser einzigartigen Verbindung zwischen Wald, Natur und Kultur und bieten Besuchern spannende Einblicke in die Welt der Forstwirtschaft, Holzverarbeitung und die kulturelle Bedeutung der Wälder.
Waldkultur erLERNEN © Wolfgang Jirikowski
In den Kursangeboten lernen sie auf vielfältige Weise Zusammenhänge zwischen „Wald“+„Kultur“ erkennen und verstehen, entwickeln unter Anleitung von erfahrenen Fachleuten eigene Fähigkeiten und Kenntnisse oder ein umsetzbares Projekt und vernetzen sich mit Gleichgesinnten. Ein neuer Blick „auf den Wald“ entsteht. Engagierte KursabsolventInnen vermitteln ihr Wissen an den auf der digitalen Landkarte sichtbaren Orten auch gerne an Interessierte weiter. Sie finden hier Detailinfos zum wichtigsten Weiterbildungsangebot in Österreich, dem Zertifikatslehrgang „Forst + Kultur“ und zu weiteren Kursen an zertifizierten Aus- und Weiterbildungseinrichtungen bzw. zu ganz speziellen Themenbereichen.
Altes Bauernhaus in Salzburg – heute noch in Funktion! © Elisabeth Johann
Spuren der traditionellen bäuerlichen Waldnutzung sind auch heute noch in der Landschaft erhalten und geben Zeugnis von einer nachhaltige Waldbewirtschaftung. Viele der zur Bewirtschaftung des Hofes benötigten Werkzeuge hat die bäuerliche Bevölkerung selbst hergestellt und dabei das Holz der Bäume verwendet, die in der unmittelbaren Umgebung in großer Vielfalt heranwuchsen. Dazu gehören aber auch die Schnaitelbäume als Zeugnisse ehemaliger Futterlaubgewinnung, alte Lindenbäume im Wald, die auf eine ehemals offenere Landschaft hinweisen oder Haselbüsche entlang von heute kaum noch sichtbaren Wegen.