Forsttechnik

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Historische Forsttechnik bezieht sich auf die Methoden und Werkzeuge, die im Laufe der Jahrhunderte zur Bewirtschaftung von Wäldern und zur Holzernte verwendet wurden. In früheren Zeiten war der Wald eine wichtige Ressource für Brennholz, Baumaterial und andere Güter, sodass eine effiziente Nutzung erforderlich war. Zu den wichtigsten Techniken gehörte das manuelle Fällen von Bäumen mit Äxten und Sensen, der Einsatz von Handspaltern zum Zerlegen des Holzes und das Anlegen von Transportwegen, um das Holz aus den Wäldern zu bringen.

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Traditionelle Holzernte

In der Ursprungsform der Sesshaftwerdung des Menschen – zur Zeit der Pfahlbauten an Mondsee und Attersee – und der damit verbundenen Rodungen waren es einfache Beile, mit denen das stehende Holz gefällt wurde. 

Tausende Jahre später erlaubten dann einfache Sägen die Fällung und planmäßige “Zerschneidung” der Bloche in leichtere Einzelteile, Pfosten und Bretter, die dann auch transportabel waren. Denn neben der Fällung war immer auch der Transport des Holzes vom Waldort zum Verwendungsort die größte Herausforderung. Schwerkraft und Wasser waren dabei seit jeher probate Hilfsmittel.

Erst mit der Erfindung der Motorsäge trat dann eine revolutionäre technische Entwicklung ein, die bis zum heutigen Tage anhält!

Baumschlägerung mit Holzhacke © Pixaline

Holzriese

Holzriese © Martin Steyrer

Traditionelle Holzbringung zu Wasser und Land

Seit jeher war eine der größten Herausforderungen der frühen Holznutzungen die Tatsache, daß der Erzeugungsort (Wald) mit dem Bestimmungsort (Siedlungen, Bauten) meist nicht ident war und das zu transportierende Gut Holz – in Form von rohen oder behauenen Stämmen – in der Regel schwer und sperrig war und außer dem manipulierbaren Klein-  (auch “Glaub”) holz, etwa für Heizzwecke (mit Ausnahme der Schwerkraft) ohne Kunstbauten nicht in seiner Lage verändert werden konnte.

Dadurch war der seßhaft gewordene Mensch gezwungen, technische Hilfsmittel zu entwickeln. Während in der Ebene und auf flacheren Unterhangstandorten Zugtiere (Pferde und Ochsen) den Holztransport übernahmen, waren es im Bergwald zunächst einfache Erd- u. Holzriesen (d. s. aus entrindetem Schwachholz halbschalenförmig zusammengelegte und mit Holznägel gefestigte Rinnen), die dann laufend bis zu regelrechten Kunstbauten entwickelt wurden, die auch ganze Täler überspannten und damit sogar abgelegene Hochlagenbereiche nutzbar machten.

Der “Auswurf” solcher Holzriesen lag dann meist an einem Sammelplatz direkt an einem Fließgewässer, in dem dann jeweils nach der Schneeschmelze – oder auch durch Klausbauten ermöglichte, künstliche Hochwasserschwellen das Holz in die Vorfluter oder zu geeigneten Lagerplätzen/Rechen getriftet werden konnte. Dieser sehr anspruchsvolle und lebensgefährliche Holztransport mittels Riesen und Trift wurde letztlich durch den Bau von Schlepperwegen, bzw. LKW – befahrbaren, befestigten Forststraßen endgültig abgelöst

 

Weiterführende Informationen

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Waldkultur erLERNEN © Wolfgang Jirikowski

Kurse

 

In den Kursangeboten lernen sie auf vielfältige Weise Zusammenhänge zwischen „Wald“+„Kultur“ erkennen und verstehen, entwickeln unter Anleitung von erfahrenen Fachleuten eigene Fähigkeiten und Kenntnisse oder ein umsetzbares Projekt und vernetzen sich mit Gleichgesinnten. Ein neuer Blick „auf den Wald“ entsteht. Engagierte KursabsolventInnen vermitteln ihr Wissen an den auf der digitalen Landkarte sichtbaren Orten auch gerne an Interessierte weiter.   Sie finden hier Detailinfos zum wichtigsten Weiterbildungsangebot in Österreich, dem Zertifikatslehrgang „Forst + Kultur“ und zu weiteren Kursen an zertifizierten Aus- und Weiterbildungseinrichtungen bzw. zu ganz speziellen Themenbereichen.

Altes Bauernhaus in Salzburg – heute noch in Funktion! © Elisabeth Johann

Bäuerliche Waldkultur

 

Spuren der traditionellen bäuerlichen Waldnutzung sind auch heute noch in der Landschaft erhalten und geben Zeugnis von einer nachhaltige Waldbewirtschaftung.  Viele der zur Bewirtschaftung des Hofes benötigten Werkzeuge hat die bäuerliche Bevölkerung selbst hergestellt und dabei das Holz der Bäume verwendet, die in der unmittelbaren Umgebung in großer Vielfalt heranwuchsen. Dazu gehören aber auch die Schnaitelbäume als Zeugnisse ehemaliger Futterlaubgewinnung, alte Lindenbäume im Wald, die auf eine ehemals offenere Landschaft hinweisen oder Haselbüsche entlang von heute kaum noch sichtbaren Wegen.