Jagdkultur

Orte zur Jagdkultur

Jagd in Österreich ist gelebte Naturnutzung und hat eine lange Geschichte, Tradition und ist Teil unserer Kultur. Das Handwerk der Nutzung unserer Wildtiere in der Natur hat eine lange Vergangenheit und wurde im Laufe der Geschichte mit verschiedenen Jagdmethoden ausgeübt und ist natürlich Veränderungen unterworfen. 

Von der Jagd mit Feuer, Speeren und Fallgruben in der Steinzeit, über das Verfolgen des Wildes mit Pfeil und Bogen, Hunden und Pferden, bis zu den höfischen Treibjagden des Adels mit der Falknerei reicht der weite Bogen der Thematik. 

Die Bewirtschaftung der jagdbaren Tiere in Wald und Feld machte auch eine große Zahl an Bauwerken, wie Jagdhöfe, Schlösser, Jagdhütten, jagdliche Tiergärten und Reviereinrichtungen notwendig. Besondere Ereignisse und Persönlichkeiten wurden mit Denkmalen festgehalten und viele Jagdmuseen zeigen heute die Geschichte der Jagd in beeindruckender Dokumentation.

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Jagdmuseen

In den modernen Jagdmuseen werden dem Besucher Natur, Wildtiere und Jagd aus mehreren Jahrhunderten sowie Jagdkultur in allen Facetten nähergebracht. Neben Gemälden, alten Jagdwaffen, und jagdkynologischen Exponaten und den aktuellen Herausforderungen der Jagd, wird auch die Wald-Wild Problematik gezeigt. 

Im Schloss Ferlach in Kärnten gibt es das Büchsenmacher – und Jagd Museum und in Schloss Hohenbrunn das Oberösterreichische Jagdmuseum. Zum Universalmuseum Joanneum zählt das Jagdmuseum Schloss Stainz und im Jagdmuseum der Vorarlberger Museumswelt erlebt man Jagdkultur in allen Dimensionen. 

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Jagdliche Exponate © KI

Föhrenwald C Pixabay Schwoaze

Föhrenwald © Schwoaze Pixabay

Jagdkulturelle Angebote in Waldbetrieben

Der Jagd- und Naturlehrpfad im großen Föhrenwald wurde von der Hubertusrunde Wiener Neustadt errichtet und 2025 von mehr als 180 Kindern besucht. Die Kinder kamen von unterschiedlichen Ferienprogrammen aus Wiener Neustadt und Umgebung. 

An 5 Stationen erfuhren sie Wissenswertes über die  Aufgaben der Förster, Bienen und Insekten, Wildtierstimmen, Spuren und Fährten, Jagdausrüstung und Jagdhunde. 

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Jagdliche Tiergärten

Der Tiergarten in Eisenstadt liegt östlich der Stadt, nahe Schützen am Gebirge und erstreckt sich bis Donnerskirchen. Das Jagdgatter wurde nach Vorbild französischer Wildgärten von Fürst Paul II. Anton Esterhazy (1711-1762), im Jahre 1756 errichtet. Das Areal umfasst einen ca. 1200 ha Bereich im Leithagebirge. In dem Gebiet wurden Alleen, Wiesen und Teiche, auch Jagdschlösser und sogar ein Jagdschlösschen , angelegt.

Der Tiergarten wurde mit einer Mauer eingezäunt und prominente Jagdgäste waren Maria Theresia und Kaiser Franz Josef I. Neben der Funktion als Jagdgatter ist dieser jagdliche Tiergarten ein historisch und forstlich wertvolles Kulturgut.

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Tiergarten Mauer II

Tiergarten Mauer © KI generiert

Jagdschloss Mürzsteg © KI generiert

Jagdhistorische Denkmale / Bauwerke

Jagdhistorische Bauwerke waren ursprünglich Gebäude und Reviereinrichtungen, die im jagdlichen Gebrauch standen und erst mit zunehmendem Alter interessant für die Öffentlichkeit wurden. Renommierte Beispiele sind riesige Jagdschlösser wie zum Beispiel in Niederweiden oder Mürzsteg, oder Jagdhöfe,  wie jener von Hannover, wo die berühmten „Hannoverschen Schweisshunde“ gezüchtet wurden.

Aber auch Jagdhäuser und -hütten, einfache Reviereinrichtungen oder Gedenkkreuze können jagdhistorische Bedeutung haben. Besondere Ereignisse und Persönlichkeiten wurden mit Denkmalen festgehalten wie das Kaiser Jagdstandbild und das Denkmal „der Lauscher” in Bad Ischl.

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Arbeitsgruppen / Netzwerke

In der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände sind neun Landesjagdverbände zusammengefasst, sie repräsentieren 100% der österreichischen Jäger, um gemeinsam überregionale Aufgaben erfüllen zu können. Die Hubertusrunde Wiener Neustadt ist als ältester Jagdverein der Stadt Wiener Neustadt der Brauchtumspflege und der Jagdkultur verpflichtet.

Mit den Vorträgen und Diskussionsabenden sollen die Jäger zum angeregten Diskurs über aktuelle jagdethische und kulturelle Entwicklungen eingeladen werden, mit dem gemeinsamen Ziel, die Jagd als Kulturgut und Verantwortung gegenüber der Umwelt in der Stadt und in der Region laufend weiterzuentwickeln.

Die Jagdhornbläser Waldegg sind alle Jäger, drei Damen und vier Herren, und haben sich der Jagdmusik verschrieben.  

Jagdhornbläser*innengruppe der BOKU “Gregor Mendel” besteht seit 2009 und vereint Studierende, Lehrende sowie Musikbegeisterte mit Interesse an Jagdmusik. In unterschiedlichen Gruppen werden traditionelle und moderne Stücke auf Fürst-Pless- und Parforcehörnern einstudiert, wobei auch Anfänger:innen willkommen sind und Leihinstrumente zur Verfügung stehen. Neben Proben und Kursen gestaltet die Gruppe regelmäßig Konzerte und Auftritte im Rahmen von BOKU-Veranstaltungen und jagdlichen Festen. https://jhbg-boku.jimdofree.com/

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Jagdhörner © KI generiert

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Waldkultur erLERNEN © Wolfgang Jirikowski

Kurse

 

In den Kursangeboten lernen sie auf vielfältige Weise Zusammenhänge zwischen „Wald“+„Kultur“ erkennen und verstehen, entwickeln unter Anleitung von erfahrenen Fachleuten eigene Fähigkeiten und Kenntnisse oder ein umsetzbares Projekt und vernetzen sich mit Gleichgesinnten. Ein neuer Blick „auf den Wald“ entsteht. Engagierte KursabsolventInnen vermitteln ihr Wissen an den auf der digitalen Landkarte sichtbaren Orten auch gerne an Interessierte weiter.   Sie finden hier Detailinfos zum wichtigsten Weiterbildungsangebot in Österreich, dem Zertifikatslehrgang „Forst + Kultur“ und zu weiteren Kursen an zertifizierten Aus- und Weiterbildungseinrichtungen bzw. zu ganz speziellen Themenbereichen.

Altes Bauernhaus in Salzburg – heute noch in Funktion! © Elisabeth Johann

Bäuerliche Waldkultur

 

Spuren der traditionellen bäuerlichen Waldnutzung sind auch heute noch in der Landschaft erhalten und geben Zeugnis von einer nachhaltige Waldbewirtschaftung.  Viele der zur Bewirtschaftung des Hofes benötigten Werkzeuge hat die bäuerliche Bevölkerung selbst hergestellt und dabei das Holz der Bäume verwendet, die in der unmittelbaren Umgebung in großer Vielfalt heranwuchsen. Dazu gehören aber auch die Schnaitelbäume als Zeugnisse ehemaliger Futterlaubgewinnung, alte Lindenbäume im Wald, die auf eine ehemals offenere Landschaft hinweisen oder Haselbüsche entlang von heute kaum noch sichtbaren Wegen.