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Wald und Holz sind seit Jahrtausenden – und bis heute – Inspirationsquelle, Material und Aufgabe in allen Kunstzweigen und Ausdrucksformen: Von der bildenden und darstellenden Kunst, Avantgarde, Literatur, Musik, Photo, Film und digitalen Medien, bis hin zu traditioneller und moderner Architektur und LandART bzw. Naturkunst.
Sie können hier anhand von Fachinfos, Projektbeispielen und konkreten Orten einen beeindruckenden und kreativen oder auch überraschenden Zugang zu Kunst und Wald in Österreich gewinnen.
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„Wald“ als bewusst gewähltes Bildthema lässt sich bis weit in die Antike zurückverfolgen. Die abwechslungsreiche Entwicklung führt über die zeichenhafte, christliche Symbolik des Mittelalters über die zunehmend naturnahen Walddarstellungen der Renaissance (Dürer), den Wald als Ort des Glaubens in der Romantik bis hin zu Abstraktion, Denaturierung oder als Instrument klimapolitischer Auseinandersetzungen in der zeitgenössischen Kunst.
Wir sehen – er ist kein „harmloses“ Thema sondern immer auch Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse. Jedes Zeitalter und jede Gesellschaft „erfindet“ „seinen Wald“ aufs Neue!
Der folgende Handbuchbeitrag spannt diesen weiten Bogen auf Basis langjähriger, fundierter wissenschaftlicher Auseinandersetzung. Praxisbeispiele – im Rahmen von Ausstellungen oder aktiver Wissensvermittlung der spannenden Thematik sollen dies
auch praxisnah verdeutlichen.
Skulpturenpark Albeck © Schloss Albeck
Die Nutzung des Waldes als Thema in der Darstellenden Kunst, als Bühne, inspirierenden Raum mit ganz besonderer Atmosphäre oder als sorgfältig gewählte Kulisse für Theater oder Tanzperformances – meist mit musikalischer Begleitung – kann zu eindrücklichen Erlebnissen für die ausführenden Künstler und Besucher führen.
Einige Veranstaltungsorte in Österreich haben sich erfolgreich darauf fokussiert und damit Impulse für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung aber auch die Wertschöpfung für Betriebe, Tourismus etc. geschaffen.
Sie finden hier Beispiele, Örtlichkeiten und vorbildhafte Projekte zum Themenfeld.
Die äußerst komplexe Entwicklung der literarisch-dichterischen Auseinandersetzung mit dem Thema Wald in Mitteleuropa kann hier nur skizziert werden: Vom unpassierbaren oder gar unheimlichen Terrain in Antike und Mittelalter bis zum zentralen Schauplatz der romantischen Dichtung (insbesondere die deutschsprachige Literatur des 19. Jahrhunderts ist „voller Wald“: Eichendorff, Droste, Stifter, Storm oder Rossegger etc.).
Wald wird hier zum Sinnbild für das Unbewusste, der Sehnsucht nach Einfachheit oder nationaler Identität bis hin zur heutigen – überwiegend kritischen – Methapher für die Gefährdung oder verantwortungsvollen Bewahrung und nachhaltigen Nutzung künftiger Ressourcen.
Der Wald ist damit bis heute eine unerschöpfliche Fundgrube zum Nachlesen, zur Reflexion der eigenen und gesamtgesellschaftlichen Entwicklung, unter Umständen aber auch Raum und inspirierende Szenerie für literarisch–musische Aktivitäten.
Musik & Wald sind seit prähistorischen Zeiten eng verflochten. Wälder und (Klang-)Hölzer waren und sind weltweit eine unerschöpfliche Quelle für die volks- jagd- oder auch militärmusikalische Praxis, aber auch für die berühmten Komponist/Innen aus Klassik, Romantik und Moderne (u.a. Haydn, Schubert, Mahler, Hindemith etc. etc.)
Ohne die bis heute unerreichten mechanischen und klanglichen Eigenschaften der im Instrumenten- oder auch Bogenbau verwendeten Hölzer (von den Meisterinstrumenten eines Stradivari bis zum „Brasilholz“) sehe die gesamte Musikgeschichte vollkommen anders aus.
Sie finden in diesem Kapitel nähere Informationen, Text- und Klangbeispiele aber auch nähere Informationen zu Veranstaltungen oder aktuelle Forschungsarbeiten.
Handbuchbeitrag LEITNER M2 Seite 77-80
Photographie und Film sind (seit ihrer Erfindung im 19. Jht.) hervorragend geeignet, zum Thema „Wald“ bestimmte Inhalte zu vermitteln, sie in eindrücklichen Bildern darzustellen, eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen oder einfach um im Unterricht (in Schulen, auf Kursen, Tagungen etc.) das notwendige Verständnis für die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Mensch und Umwelt zu schaffen (Dokus, Kurzvideos, Installationen etc.).
Sie finden hier weiterführende Infos zur Thematik – mit ausgewählten Beispielen, Kontaktdaten zur Vernetzung oder zur Entwicklung eigener Projekte.
Handbuchbeitrag KAFKA M2 Seite 62-66
Obwohl beide Kunstrichtungen von menschlichen Eingriffen unberührte oder Kulturlandschaften als Gestaltungsraum, Inspiration oder Hintergrund für ihre Werke nutzen, handelt es sich um gänzliche unterschiedliche Konzepte.
LandART (ab den 60-er Jahren; USA): Minimalistische bis großräumige Eingriffe in die Landschaft, Werke die weder transportabel noch käuflich erwerbbar sein sollen.
Natur-Kunst: Stammt aus der europäischen Ökologiebewegung der 60-/70 er Jahre.
Bleibende oder vergängliche Objekte werden dekorativ, feinfühlig in „Natur“ / Wald / Landschaft gesetzt.
Sie finden im Folgenden nähere Informationen und Beispiele.
Alle Orte in der Kategorie “Kunst + Wald”
Waldkultur erLERNEN © Wolfgang Jirikowski
In den Kursangeboten lernen sie auf vielfältige Weise Zusammenhänge zwischen „Wald“+„Kultur“ erkennen und verstehen, entwickeln unter Anleitung von erfahrenen Fachleuten eigene Fähigkeiten und Kenntnisse oder ein umsetzbares Projekt und vernetzen sich mit Gleichgesinnten. Ein neuer Blick „auf den Wald“ entsteht. Engagierte KursabsolventInnen vermitteln ihr Wissen an den auf der digitalen Landkarte sichtbaren Orten auch gerne an Interessierte weiter. Sie finden hier Detailinfos zum wichtigsten Weiterbildungsangebot in Österreich, dem Zertifikatslehrgang „Forst + Kultur“ und zu weiteren Kursen an zertifizierten Aus- und Weiterbildungseinrichtungen bzw. zu ganz speziellen Themenbereichen.
Altes Bauernhaus in Salzburg – heute noch in Funktion! © Elisabeth Johann
Spuren der traditionellen bäuerlichen Waldnutzung sind auch heute noch in der Landschaft erhalten und geben Zeugnis von einer nachhaltige Waldbewirtschaftung. Viele der zur Bewirtschaftung des Hofes benötigten Werkzeuge hat die bäuerliche Bevölkerung selbst hergestellt und dabei das Holz der Bäume verwendet, die in der unmittelbaren Umgebung in großer Vielfalt heranwuchsen. Dazu gehören aber auch die Schnaitelbäume als Zeugnisse ehemaliger Futterlaubgewinnung, alte Lindenbäume im Wald, die auf eine ehemals offenere Landschaft hinweisen oder Haselbüsche entlang von heute kaum noch sichtbaren Wegen.