Zahlreiche waldbewirtschaftende Betriebe waren und sind bedeutende historische Zentren einer Region. Die jeweiligen Bauwerke bilden dabei markante „Landmarks“ aus längst vergangener Zeit (Ruinen) oder sie sind bis heute das lebendige Zentrum eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes (Schloss, Kloster, Gutshof, ehemalige Hammerwerke, etc.)
Als aufwendig gebaute Highlights der örtlichen Kulturlandschaft sind diese Bauten auch eng mit der Bewirtschaftung der dazugehörigen Kulturflächen, Wälder, Wiesen, Äcker, Almen, Historischen Gärten, etc. verbunden. Ihr sachgerechter Erhalt und die nachhaltige Nutzung sind eine ständige Herausforderung, mit laufenden Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen aber auch mit bedeutenden Entwicklungspotentialen auf regionaler und lokaler Ebene verbunden.
Sie finden hier Detailinfos zu Bauten oder Anlagen – vor allem auch zu solchen, an denen derartige Zusammenhänge in spannender Weise zugänglich gemacht oder aktiv vermittelt werden.
Lernen sie die vielfältigen Zusammenhänge von „Wald + Kultur“ direkt an diesen bedeutenden historischen Bauwerken und Örtlichkeiten kennen und verstehen!
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Dass viele Ruinen heute mitten im Wald liegen, ist kein Zufall. Sie haben meist bereits im ausgehenden Mittelalter ihre Wehr- und Wohnfunktion entlang ehemaliger Grenzen, Wegverbindungen, Zollorten etc. verloren und wurden von der wesentlich bequemeren, zeitgemäßen Bauform (Schloss / Palais / Gutshof in Tallage) abgelöst.
Die vor allem in erhöhter Lage noch immer markanten baulichen Reste sind jedoch bis heute im wahrsten Sinn des Wortes „hervorragende“ Zeugen der historischen Entwicklung und damit geeignet Besitzrechte oder – ansprüche auf die umgebenden Wälder/Wiesen, Äcker, Siedlungen und die damit verbundenen Auseinandersetzungen bis in heutige Zeit nachvollziehbar zu machen.
Eigentümer oder auch Vereine kümmern sich um Erhalt, Sicherung oder auch Weiternutzung, teils auch um eine aktive Bewusstseinsbildung in lebendiger, kreativer Form.
Sie finden hier nähere Informationen zu Ruinen in waldbewirtschaftenden Betrieben bzw. deren Umfeld.
Schloss im Wald © Paul Henri
Viele dieser kulturhistorisch wertvollen Bauten sind – mit all ihren Nebengebäuden, den umgebenden Gartenanlagen etc. – besonders markante und belebte „Highlights“ der so vielfältigen Kulturlandschaften Österreichs.
Was weniger beachtet wird: Sie sind oft bis in die heutige Zeit auch die Verwaltungs- und Entscheidungszentren für die nachhaltige Bewirtschaftung der dazugehörenden Wald-, Agrar- oder Almflächen; also solche Impulsgeber und Projektpartner in ländlichen aber auch stadtnahen Regionen.
In diesem Kapitel geht es daher vor allem darum diese spannenden Zusammenhänge am Beispiel von waldbewirtschaftenden Betriebsstandorten zu verdeutlichen, die sich – im Sinne der Verantwortung für die Region oder auch einer betrieblichen Diversifizierung – bewusst öffnen, wo Aktivitäten oder vorbildhafte Projekte umgesetzt werden oder die besucht (u.U. regelmässig gebucht) werden können.
Gärten wurden als Abbild einer idealen Welt, des Paradieses, geschaffen und sind Ausdruck der engen Beziehung zwischen Natur und Kultur. Im Gegensatz zu einem leblosen Baudenkmal handelt es sich bei einem historischen Garten um ein lebendes Denkmal, dessen Erhaltung besondere Grundsätze erfordert.
Die Charta von Florenz (auch Charta der historischen Gärten) geht näher auf die komplexen Zusammenhänge innerhalb des einzelnen Gartens ein, wobei erst das Zusammenwirken von Pflanzen, Grundriss, Bodenrelief, Wasser, Baulichkeit und anderen Ausstattungselementen das Garten-Gesamtkunstwerk definiert. Es werden hier Grundsätze der Instandhaltung, Konservierung, Restauerierung und unter bestimmten Umständen auch der Rekonstruktion erläutert.
Garten Schloss Belvedere © Leonhard Niederwimmer
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Waldkultur erLERNEN © Wolfgang Jirikowski
In den Kursangeboten lernen sie auf vielfältige Weise Zusammenhänge zwischen „Wald“+„Kultur“ erkennen und verstehen, entwickeln unter Anleitung von erfahrenen Fachleuten eigene Fähigkeiten und Kenntnisse oder ein umsetzbares Projekt und vernetzen sich mit Gleichgesinnten. Ein neuer Blick „auf den Wald“ entsteht. Engagierte KursabsolventInnen vermitteln ihr Wissen an den auf der digitalen Landkarte sichtbaren Orten auch gerne an Interessierte weiter. Sie finden hier Detailinfos zum wichtigsten Weiterbildungsangebot in Österreich, dem Zertifikatslehrgang „Forst + Kultur“ und zu weiteren Kursen an zertifizierten Aus- und Weiterbildungseinrichtungen bzw. zu ganz speziellen Themenbereichen.
Altes Bauernhaus in Salzburg – heute noch in Funktion! © Elisabeth Johann
Spuren der traditionellen bäuerlichen Waldnutzung sind auch heute noch in der Landschaft erhalten und geben Zeugnis von einer nachhaltige Waldbewirtschaftung. Viele der zur Bewirtschaftung des Hofes benötigten Werkzeuge hat die bäuerliche Bevölkerung selbst hergestellt und dabei das Holz der Bäume verwendet, die in der unmittelbaren Umgebung in großer Vielfalt heranwuchsen. Dazu gehören aber auch die Schnaitelbäume als Zeugnisse ehemaliger Futterlaubgewinnung, alte Lindenbäume im Wald, die auf eine ehemals offenere Landschaft hinweisen oder Haselbüsche entlang von heute kaum noch sichtbaren Wegen.